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Unser Leitbild

Ethik

Die Würde unserer Bewohner verdient unsere höchste Beachtung.
Die Einzigartigkeit jedes einzelnen Bewohners muss jederzeit estimiert werden.
Jeder Bewohner hat eine Lebensleistung, der wir mit Achtung begegnen.

Selbstverständnis

Wir sehen unsere Bewohner im Mittelpunkt all unseres Handelns. Die individuellen Wünsche und Bedürfnisse unserer Bewohner werden von uns respektiert und best möglich erfüllt. Aufgrund der Wichtigkeit der sozialen Kontakte unserer Bewohner innerhalb und außerhalb unseres Hauses, begrüßen und fördern wir diese voll umfänglich. Aus diesem Grunde respektieren wir auch die individuellen Gewohnheiten und Lebensweisen unserer Bewohner und ihren Anspruch auf Selbstbestimmung und evtl. noch mögliche Selbstverwirklichung. Dazu gehört auch die Schaffung der Voraussetzungen für eine wohnliche und geborgene Atmosphäre in unserem Hause.

Achtung und ein hohes Maß an Pietät und Anteilnahme leiten uns bei der Begleitung unserer Bewohner in den schweren Zeiten der Pflegebedürftigkeit und des Sterbens.

Wir bieten unseren externen Partnern, Ärzte, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen oder Sozialdienste ein Höchstmaß an Leistungssicherheit und Kooperation zu Gunsten unserer Bewohner.

Es ist uns selbstverständlich, dass wir uns zur Weiterentwicklung und Verbesserung von Pflegekonzepten, Pflegemethoden und Techniken unter Berücksichtigung pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse sowie zur laufenden Überprüfung und Verbesserung des Wohnumfeldes fortbilden und selbstkritisch hinterfragen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar (Artikel 1 Grundgesetz)

auch des alten Menschen! - Unter diesem ersten Artikel des Grundgesetzes, dem „Gesetz“ aller Gesetze kann sicher die Altenpflege in der heutigen Zeit mit all ihren Fassetten ohne wenn und aber untergeordnet werden.

Das Älterwerden hat sich, wie die gesamte Gesellschaft auch, gegenüber Jahrzehnte früher stark verändert. Die Familienstrukturen und die soziale Vernetzung der Generationen in der Gesellschaft unterlag in den vergangenen 25 Jahren einem Wandel, welcher sich in jeder Gesellschaftsschicht, aber auch in jedem Alter sehr deutlich auswirkt und in der Zukunft, aufgrund der demographischen Entwicklung immer deutlicher wird.

Die Wissenschaft der Gerontologie, aber auch die verschiedenen medizinischen Fachrichtungen haben durch die spürbaren Fortschritte und dadurch neuen Erkenntnisse ein humaneres Älterwerden gegenüber früheren Generationen ermöglicht und so den dritten Lebensabschnitt deutlicher in das Bewusstsein der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gerückt. Diese Chance für die alten Menschen birgt jedoch eine enorme Herausforderung, ja beinahe revolutionäre sozial- und gesellschaftliche Aufgabe, insbesondere, wenn man den Geburtenrückgang mit dem Altersanstieg in der Bevölkerungspyramide vergleicht und hinzurechnet.

Die ansteigende Zahl der Singlehaushalte, die Kleinfamilien ohne die Generationen übergreifende Vernetzung, die Doppelverdienerhaushalte etc. verhindern das jahrhunderte lange Funktionieren des „Generationsversorgungsvertrages“ in der Familie einerseits, verstärkt durch das Älterwerden der Menschen andererseits.

Um diesen aus der Veränderung erwachsenen Herausforderungen gerecht zu werden, ist die Politik, der Staat, die Gesellschaft, aber auch jeder einzelne selbst gefordert, durch Einsatz, Verzicht und Solidarleistung sich für die ältere Generation einzusetzen.

Dabei wird den Altenpflegeeinrichtungen zukünftig eine besondere Bedeutung zukommen. Hier sollte den alten und pflegebedürftigen Menschen ein Leben, wenn auch außerhalb der Familie und der eigenen selbstständigen Wohnung gewährleistet werden, dass ihm menschliche Wärme, Zuneigung, Sicherheit und eine qualifizierte Pflege sowie Therapie angedeihen lässt, um die Defizite der eigenen nachlassenden, körperlichen und geistigen Mobilität, aber auch die Reduzierung der gesellschaftlichen Kontakte ausgleichen und möglichst vergessen lassen.

Dadurch wäre der Würde des Menschen als höchstes Gut-auch für unsere älteren Menschen- am besten Rechnung getragen.

„Geborgenheit stellt sich ein, wo der Mensch sich angenommen und in seiner Würde geachtet weiß“. (Richard von Weizsäcker)

In diesem Sinne wollen wir alle unsere Anstrengungen u.a. auch im Hinblick auf die Verbesserung der Qualität in unserem Hause darauf ausrichten und stetig durch selbstkritische Überprüfung aller Abläufe versuchen, diese zu verbessern, damit sich unsere Bewohner nicht nur gut versorgt, sondern daheim fühlen können.